vom 22. Juni 2016

Wassertourismus

Bürgermeister diskutierten mit Landtagsabgeordneten aus M-V und Brandenburg sowie weiteren Experten über Wasserstraßen und Schleusen der oberen Havel

 Auf Einladung des Neustrelitzer Landtagsabgeordneten Andreas Butzki trafen sich Anfang Juni  in Mirow die Bürgermeister Karlo Schmettau und Helmut Hamp mit den Tourismus- und Verkehrsexperten der SPD-Landtagsfraktionen aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Teilnehmer waren u.a. Ralf Pfoth, stellv. Geschäftsführer der IHK Neubrandenburg, Ingo Hagen, Leiter der Wasserschutzpolizeiinspektion Waren, der Geschäftsführer der Touristik GmbH Mecklenburgische Kleinseeplatte, Enrico Hackbarth sowie Peter Münch und Burkhard Knuth vom Wasser- und Schifffahrtamt.

 Auf einer mehrstündigen Schiffstour über die Kleinseeplatte konnten ausgiebige Gespräche über wichtige Themen geführt werden. So diskutierten die Fachleute u.a. über Möglichkeiten für eine Ausweitung und Vertiefung der länderübergreifenden Zusammenarbeit im Wirtschafts-, Tourismus- und Umweltsektor. Dabei ging es um die Chancen und Potenziale einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung, die Verkehrsbelastung auf den Seen, Kanälen und vor den Schleusen in Diemitz und Canow.

 

Da die Freizeitmobilität enorm zugenommen hat kommt es darauf an, Voraussetzungen für Investitionen des Bundes in die Nebenwasserstraßen zu schaffen. Wichtiges Thema sind hierbei die langen Wartezeiten an automatisierten Schleusen. Hier sollte es durch mehr personenbetriebene Schleusen und durch eine Einweisung von Sportbootbesitzern zu einer Verkürzung der Wartezeiten kommen. Zudem könnten digitale Angebote wie Wasserstraßen-Apps über Wasserpegel und Schleusenzeiten sowie die Nutzungserlaubnis der Wasserwege informieren.

 

Als Fazit der Beratungen konnte festgehalten werden, dass die Erfolgsgeschichte des Wassertourismus auf der Kleinseeplatte fortgeschrieben werden muss. Bund und Länder sind deshalb gefordert, die gewässerseitigen Voraussetzungen unbedingt zu erhalten und zu optimieren. Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin müssen länderübergreifend mit einer Stimme gegenüber dem Bund agieren und dazu eine gemeinsamen Strategie entwickeln. Mit entsprechenden Initiativen, die das Vorhaben unterstützen, werden sich die Landtage in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern noch vor der parlamentarischen Sommerpause intensiv beschäftigen.